Katja Kerschgens beim DER MACHERINNEN Summit

Online-Vortrag zum PlanB: "Perfekt ist nur halb so gut!"

Katja Kerschgens bei GEDANKENtanken

Interview und Vortrag zum PlanB

Es gibt ein ausführliches Interview mit Dr. Stefan Frädrich von GEDANKENtanken zu meinem Vortrag auf der 2. Stuttgarter Rednernacht.
Viel Spaß beim Anschauen:

Als die Zusage von GEDANKENtanken und dem Team von Dr. Stefan Frädrich für die 2. Stuttgarter Rednernacht kam, habe ich es kaum fassen können. Ich sollte in der dortigen Liederhalle vor über 2.000 Zuhörern auftreten? Was für ein Privileg! Und tatsächlich, es war ein grandioses Erlebnis!
Hier könnt ihr daran teilhaben:

 

Mein Vortrag bei der 2. Stuttgarter Rednernacht von GEDANKENtanken zum Mitlesen

3 Faktoren für ein positives Mindset trotz Rückschlägen

STUTTGART-REDNERNACHT-Uns eint alle ein gemeinsames Schicksal: Wir alle sind Laien, Lebenslaien. Ich gehe mal davon aus: Niemand von uns kam auf die Welt und hat dann schon ein fertiges Zertifikat oder Ausbildungszeugnis in der Hand gehabt, was nachwies, dass wir schon perfekt auf unser kommendes Leben vorbereitet sind. Vielmehr war es wohl so, dass andere Menschen uns erzogen, belehrt, uns Lebensweisheiten mit auf den Weg gegeben haben: Und auch diese Menschen da sind ja alles Lebenslaien, auch die wiederum kamen auf die Welt, hatten von nix ´ne Ahnung und haben sich von den Altvorderen die Welt erklären lassen - soweit diese sie verstanden hatten. Und so kann man das von Generation zu Generation zu Generation zurückverfolgen. Forscher gehen davon aus, dass etwa 100 Milliarden Menschen schon vor uns existiert haben - alles Lebenslaien. Die wussten ja auch nicht, was sie jetzt machen sollen mit dem, was sie vorfinden.

Allerdings eine Sache unterscheidet euch alle von all diesen Menschen: Ihr lebt. Jetzt. Und ich finde, das ist ein Privileg, da kann man doch was draus machen, da kann man doch wirklich aus dem, was man gelernt und mitbekommen hat, auch irgendwie die nächsten Schritte machen…

Und dann kommt das Universum, dann kommt das Leben und schmeißt uns Knüppel zwischen die Beine - und dann schlägt das Schicksal zu. Dann passieren manchmal Sachen wie was ganz Harmloses, zum Beispiel so ein nervtötender Nachbar, den man nicht los wird, oder ein cholerischer Chef oder es läuft richtig schlecht bei euch und ihr verliert euren Job oder ihr erlebt einen Unfall, du wirst krank, du verlierst einen nahestehenden Menschen - und damit wird das Privileg des Lebens auf eine Probe gestellt und all das, was man mal gelernt hat, was wir mal mitbekommen haben, das nützt uns überhaupt nichts mehr. Wir stehen da rum, denken: Um Gottes willen, was mache ich jetzt damit? Dann kommt die Verzweiflung, die Wut, die Hilflosigkeit…

Auch bei mir hat - kann man ja nicht übersehen - das Schicksal zugeschlagen. Ein großes Wort. Nächstes Jahr ist es 25 Jahre her, nächstes Jahr lebe ich seit einem Vierteljahrhundert mit der Diagnose MS - Multiple Sklerose. Das ist diese völlig überflüssige Erfindung, wo das eigene Immunsystem die Verpackung um die Nervenbahnen herum angreift, es entsteht so eine Art Lochfraß, offene Stellen können sich entzünden und dann fällt irgendwas aus: laufen oder sprechen oder fühlen oder sehen oder was eben gerade dran ist. Das ging bei mir viele Jahre lang sehr, sehr gut. Und dann ging es in einem unglaublichen Tempo bergab, und ich musste von jetzt auf gleich manchmal Dinge wirklich aufgeben. Malen oder Schlagzeug spielen oder Motorradfahren oder Reiten oder Auto fahren - plötzlich war das alles nicht mehr drin.

Aber ich muss dazu sagen, ich habe jetzt einen ziemlich großen Fuhrpark. Er besteht aus zwei Rollstühlen, einem E-Scooter, einem Rollator und zwei Gehstöcken, und jeden Tag darf ich in meinem Bugatti sitzen. Da haben die Jungs mit ihren auf Pump bezahlten Ferrari echt Pech. Meins wird von der Krankenkasse bezahlt… Merkt man eigentlich sehr, dass ich in Hörweite vom Nürburgring wohne…? Egal…

Schicksal. Wenn einen das Schicksal trifft, ein solches, ein schlimmeres, dann stellen sich Menschen oft eine Frage, und diese Frage lautet dann: Warum? Oder mehr noch: Warum ich? Diese Frage stelle ich mir nicht. Diese Frage habe ich mir noch nie gestellt. Ich bin der Meinung, diese Frage ist brutale Zeitverschwendung. Ich krieg sowieso keine Antwort darauf. Was soll ich meine Energie in so eine Frage stecken, wenn ich sie vielleicht gebrauchen könnte dafür, dass es irgendwie weitergeht.

Also stelle ich mir eine andere Frage. Immer dann, wenn das Leben andere Pläne hat als ich, da frage ich mich: „Okay - und was mache ich jetzt daraus?“

Das ist natürlich eine Art Lebenseinstellung - das klingt jetzt groß - und die habe ich ja irgendwo auch meinen Altvorderen zu verdanken. Die haben mir eine ordentliche Portion Pragmatismus mitgegeben. Coole Sache, das. Damit komme ich ziemlich gut durch. Und heute will ich euch unbedingt daran teilhaben lassen, wie das funktionieren kann auch für Jemanden, der vielleicht ein bisschen anders gestrickt ist.

Drei Faktoren habe ich euch mitgebracht: Der erste Faktor „deine Mitmenschen“, der zweite „dein Denken“ und der dritte „deine Wirklichkeit“.

Deine Mitmenschen:

Also bei mir ist es so, dass ich schon seit geraumer Zeit ein Ziel verfolge, einen Plan, meinen persönlichen Plan B - und der lautet: Raus aus dem Rolli! Jetzt gibt es natürlich eine ganze Menge Leute, die sagen: „Vergiss es, das gibt keinen. Mit der Krankheit, mit der Vorgeschichte, mit dem Verlauf - never ever! Eher wird es noch viel schlimmer!“ - und die haben sogar Recht: Es wurde echt immer schlimmer. Aber es gibt auch Menschen, die haben genau das geschafft, die haben trotz der Erkrankung und teilweise noch in einem viel schlimmeren Zustand es nachweislich, beweisbar geschafft, anhand von verschiedensten Methoden im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen, und an denen orientiere ich mich, das sind meine Vorbilder.

Das ist natürlich so eine Sache, aber zurzeit, wirklich, kein Quatsch, seit ein paar Wochen, ja seit ein paar Tagen tut sich was, greifen die Methoden - es sind viele, die ich mache. Seit ein paar Tagen kann ich mir die Schnürsenkel wieder zuziehen - also jetzt nicht an diesen Schuhen... Ich kann mich wieder nach dem Duschen freistehend, ohne mich festzuhalten abtrocknen. Das ist für euch normal, ist für mich nicht normal gewesen, zumindest zum Schluss jetzt. Oder ich kann tatsächlich Dinge, die ich vorher nicht konnte und die machen mich… da bin ich völlig von den Socken: Ich laufe abends - oder besser gesagt: ich tapere mit dem Rollator durch unsere Wohnung. Ich habe völlig aus den Augen verloren, wie weit so ein Kopf im Stehen, im Gehen, im aufrechten Gang, wie weit der vom Boden entfernt ist! Mein Gott, ist das bei euch auch so?

[Applaus]

Das alles habe ich nur schaffen können, bisher habe ich nur durchhalten können, meinen Optimismus behalten, meine Kraft behalten aus dem Grund - trotz aller Wutanfälle, trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Nervenzusammenbrüche, auch die hatte ich - hat das funktioniert, weil ich mich an Menschen orientiere, die mein persönliches Tun positiv begleiten, die mir Unterstützung geben. Und um alle anderen, um die Jammerer, um die Schlechtredner, um die Zweifler mache ich einen riesengroßen Bogen. Das ist auch mein Tipp an euch: Guckt bitte, mit wem ihr euch umgebt, denn die Mitmenschen, mit denen ihr euch umgebt. die haben ganz großen Einfluss auf Faktor Nummer zwei - und das ist dein Denken.

Mit Denken meine ich nicht dieses vordergründige Denken, sondern das, was wir im Unterbewusstsein wirklich über die Sachen denken, und um dahinter zu kommen, was wir im Unterbewusstsein denken, gibt es ganz viele Methoden, aber es gibt ein total tolles Indiz und dieses Indiz ist eure Sprache, die Wörter, die du benutzt, die Formulierungen, die du benutzt. Diese verraten viel von dem, was du eigentlich denkst. Hier, ganz simple Beispiele, nämlich, du kommst zu spät zu einem vereinbarten Termin, wütend, „orr, zu zu spät“ und sagst ganz spontan: „Ich wurde aufgehalten“. Jetzt werde ich mal total pingelig, denn gerade diese kleinen Sachen machen es aus beziehungsweise verraten, was wir eigentlich denken. Wenn jemand sagt, „ich wurde aufgehalten“, ist das auch so ein bisschen so, als wenn so eine höhere Instanz dafür zuständig ist, das war nicht ich, also ich behaupte, der ist schuld, ich kann nichts dafür - das ist eine Opferhaltung. Umgekehrt wäre es, wenn ihr zum Beispiel sagt: „Ich habe mich aufhalten lassen“ und dann seid ihr in eurer eigenen Verantwortung, du hättest einen Anteil daran. Ich will nicht sagen, ihr seid schuld, um Gottes willen, darum geht es nicht. Es geht um: Was ist mein Eigenanteil, was tue ich daran, wenn mich der Nachbar vollquatscht, der nervtötende, ist es doch meine Entscheidung zu sagen, „ich habe gleich einen wichtigen Termin und bin dann mal weg“. Ist doch meins. Anderes Beispiel: Ihr sagt schon mehrfach am Tag, „ich muss noch den Müll runterbringen“, das hat aber bisher nicht geklappt. Ich habe so eine Ahnung, woran das liegen könnte. Das ist nämlich wieder so eine höhere Instanz. Sie sagt, „du hast zu…“ und spätestens dann hört es bei uns auf.

STUTTGART-REDNERNACHTDas kennt man noch von früher, wenn die Mama früher sagte: „Räum dein Zimmer auf!“ Kannst ja viel erzählen, höhere Instanz, kein Interesse. Stattdessen können wir Folgendes machen: Statt zu sagen, „ich muss noch den Müll runterbringen“, können wir sagen: „Ich werde noch den Müll runterbringen, sonst fängt er an zu stinken!“ Aha, und dann habe ich ein Warum und sobald ich ein Warum habe, hat mein Unterbewusstsein eine klare Botschaft und weiß, wofür das alles gut ist. Um noch mal zurückzukommen zu dem Beispiel von früher: Wenn nämlich der erste Freund oder die erste Freundin zu Besuch kam, dann war das Zimmer wie von Zauberhand… Das Warum war schon cool irgendwie…

Apropos Warum: Je stärker mein Warum ist, umso höher ist die Chance, dass ihr dranbleibt, dass du Dinge wirklich änderst, dass ich etwas konsequent anders mache als bisher, dass ihr euch auch möglichst heute von euren Mitmenschen zum Teil trennt, und ich habe zwei schöne Beispiele, die zeigen, was ein Warum sehr stark machen kann. Das erste Beispiel - ich nehme mal folgendes: „Ich will abnehmen“ ist die Aussage, es klappt aber auch nicht. Ich habe auch da so eine Ahnung: Willst du abnehmen oder will es die Gesellschaft, also wollen andere das von mir? Habe ich das irgendwo gelesen, in irgendeiner Zeitschrift, da steht, man hat eine schöne Figur zu haben. Oder kam jemand auf mich zu und sagt: „Hey, mit deinem Alter musst du aber schon aufs Gewicht achten!“ Dann klappt das mit dem Abnehmen nicht wirklich. Aber wenn du einen eigenen Grund hast und sagst, „ey Mann, ich möchte wieder ohne Schnaufen die Treppen raufkommen“, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du wirklich dranbleibst, wesentlich höher, denn dann hast du ein konkretes, klares, intrinsisches, aus dir herauskommendes Warum.

Apropos konkret: Wenn ein Arzt euch sagt - also, nicht euch, ihr seid alle fit -, aber wenn ein Arzt zu einem Patienten sagt: „Bleiben Sie bei ihrem Lebenswandel, dann werden sie entweder einen Herzinfarkt bekommen oder einen Schlaganfall oder früher sterben oder alles zusammen“, das ist eigentlich ein super Argument, das Leben vielleicht mal irgendwie zu ändern, aber klappt auch nicht so richtig - und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Irgendwann mal krank zu werden, irgendwann möglicherweise vielleicht mal zu sterben an etwas, ist für mich nicht konkret genug, hält mich nicht dran, aber - und das ist der Vorteil bei meiner Krankheit - was für ein Satz… Ich habe nämlich eine ganz konkrete Vorstellung, ich habe eine ganz konkrete Vorstellung: Der Rolli steht irgendwann bei mir in der Ecke und staubt zu, und ich lauf auf zwei Beinen ohne Stöcke durch den Wald.

[Applaus]

20180407-STUTTGART-REDNERNACHTDiese Vorstellung oder dieses Warum, was sich dahinter verbirgt, ist extrem konkret. Also sieh bitte zu, dass dein Warum so konkret wie möglich ist und dass es intrinsisch ist, also aus dir herauskommt, dann ist die größtmögliche Chance, dass euer Warum auch tatsächlich zum ändern, aushalten oder beibehalten von etwas wirklich beiträgt. Das ist ganz entscheidend.

Also, wir haben gerade darüber gesprochen, dass die Art und Weise, wie Sprache mein Denken widerspiegelt, mein unterbewusstes Denken, aber es funktioniert übrigens auch umgekehrt. Das heißt, wenn ihr ganz bewusst bestimmte Worte benutzt, wenn ihr ganz bewusst bestimmte Formulierungen benutzt, dann beeinflusst das euer Denken und das beeinflusst Nummer drei - und das ist eure, deine Wirklichkeit.

Wenn mir jemand sagt, „du bist ja krank“, am besten auch so ein bisschen mit Betroffenheitsgesicht - habe ich total gern -, dann sage ich jedes Mal: „Nein, ich bin nicht krank, ich habe eine Krankheit. Ob sie mich hat, ist noch nicht entschieden.“

[Applaus]

Die Art und Weise, wie du über dich sprichst, spiegelt wider, wie du denkst. Und wenn du anders über dich sprichst, gut über dich sprichst, denkst du auch anders über dich, und dann ist auch deine Wirklichkeit damit beeinflusst - und deine Wirklichkeit beginnt immer zwischen deinen Ohren. Natürlich kann dein Denken nicht deine Situation sofort ändern oder eine Herausforderung, Umstände, dir über dich hereinbrechen, aber dein Denken kann deinen Umgang damit ändern. Und darum geht's: Wie denkst du über dich? Damit fängt alles an.

Ich denke über mein Leben: Ich finde es zu 99 Prozent total großartig und ich bin unheimlich dankbar dafür, was ich alles erleben durfte, was ich jetzt gerade hier erleben darf und was ich ganz bestimmt noch erleben werde. Und wie immer ihr über euer Leben denkt, bitte denkt an eine Sache ganz fest: Nehmt euer Leben nicht so ernst, es ist noch kein Mensch lebend davongekommen!

[Applaus]

100 Milliarden Lebenslaien haben es uns vorgemacht, und was immer dein Leben an persönlichen Herausforderungen bereitstellt: Mach! Was! Draus! Vielen Dank!

[Applaus]

Kundenstimmen

„Von ganzem Herzen ein großes Dankeschön! Super gutes, strukturiertes Coaching, mit einer großen Portion Humor. Katja Kerschgens ist sehr kompetent und ich kann sie zu 100 Prozent weiterempfehlen. Meine Selbsterkenntnis, die ich durch das Coaching erfahren habe, hilft mir nun sehr, mich selbstbewusster zu präsentieren, sowohl privat als auch beruflich. Eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte!“

Yvonne Kruska Bürofachwirtin Ratingen

„Das Coaching hat ohne Übertreibung mein Leben verändert. Vielen lieben Dank für diesen wundervollen und ganz besonderen, unvergesslichen Tag.“

Dr. Dr. Birgit Dresar-Mayert Gruppenleiterin Arzneimittelmanagement AOK Hessen

„Die Arbeit mit Ihnen war für mich nicht nur professionell, inspirierend und lehrreich, sondern auch von Freude, Optimismus und viel Vertrauen geprägt. Sie haben mir auf charmante Art geholfen, über meine schwachen Punkte hinweg zu steigen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und meinen Fokus zu halten. Für mich war die Zusammenarbeit mehr als ein Coaching und ich bin von Ihrem außerordentlichen Engagement mehr als beeindruckt! Ich würde es wieder tun und freue mich auf jeden weiteren Kontakt!“

„Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung. Das Personal Coaching bei Ihnen zählt zu meinen Höhepunkten! DANKE! Ein unvergesslicher Tag! Mitreißende, motivierende, zielorientierte Trainerin mit viel Witz! – Just do it! – Gönnen auch Sie sich Ihr persönliches Coaching bei Frau Kerschgens!“

Christiane Röper Wirtschaftsförderung Kreisverwaltung Birkenfeld

„Mich hat es wirklich überrascht, wie man mit wenigen Tipps und Tricks sein Selbstwertgefühl steigern kann. Es hat mir wirklich super gefallen!”